Freitag, 24. August 2012

Canadian Rocky Mountains


... und täglich grüßt das Murmeltier
http://www.imdb.com/title/tt0107048/


Das heutige Motto ist schnell erklärt: In den kanadischen Rocky Mountains bin ich, wie schon in der Sierra Nevada, fast täglich Murmeltieren begegnet. Die amerikanischen Murmeltiere sind nicht so scheu wie ihre europäischen Verwandten, und so ist eine ganze Reihe von Fotos zusammengekommen (siehe am Ende des heutigen Eintrags).

Auch das Wetter in den letzten zwei Wochen erinnerte mich an den Film "... und täglich grüßt das Murmeltier". Es war fast jeden Morgen dasselbe (blauer Himmel), nur am Nachmittag gab es ab und zu einen Schauer. Anders als im Film habe ich aber nicht jeden Tag dasselbe erlebt, sondern die ganze Vielfalt der kanadischen Rocky Mountains - von den breiten Tälern im Norden über die Seen bis zur Prärielandschaft im Süden.


Tonquin Valley im Jasper-Nationalpark
Im Tonquin Valley
Yoho-Nationalpark
Andere Länder, andere Sitten: In Kanada hat sich nicht die bärensichere Essensbox durchgesetzt, sondern die vertikale Speisekammer. Der Proviant wird über Nacht für Bären unerreichbar aufgehängt.
Ein Stachelschwein
Blick vom Cirque Peak im Banff-Nationalpark
Im Kootenay-Nationalpark
Floe Lake
Rockwall und Floe Lake
Im Waterton-Nationalpark
Cameron Lake
Mit den Rocky Mountains endete meine Nordamerika-Reise. Nach ein paar Wochen in Österreich geht es dann Mitte September weiter nach Asien. Zum Schluss noch die Murmeltierbilder, es sind auch einige aus der Sierra Nevada dabei. Zum Vergrößern einfach auf die Bilder klicken:


Donnerstag, 9. August 2012

Von Silicon Valley bis Vancouver


I used to want to change the world,
now I'm open to letting it change me. 
Po Bronson

Quizfrage: Wofür sind die Orte Bergblick, Sankt Josef und Hochstab bekannt? Dort befindet sich der Hauptsitz von Google, eBay bzw. Facebook. Tatsächlich sind Mountain View, San Jose und Palo Alto das Zentrum von Silicon Valley; sie sind aber genauso langweilig wie ihre Namen, wenn man sie auf Deutsch übersetzt. Außer Bürogebäuden ist nichts zu sehen, und ich kam hier nur vorbei, weil der Flughafen von San Jose für mich günstiger lag als das etwas weiter nördlich gelegene San Francisco.

Dass man im Silicon Valley ist, merkt man nur an kleinen Dingen, z.B. wenn beim Frühstück im Diner das Pensionisten-Ehepaar am Nebentisch diskutiert, ob die Strategie der neuen Geschäftsführerin von Yahoo ausreichen wird, um bestimmte Nischen gegenüber Google halten zu können.

Die einzige Sehenswürdigkeit in der Gegend ist die Stanford-Universität. Viele bekannte Namen aus dem IT-Bereich sind Studienabbrecher von Stanford. Ja, Abbrecher und nicht Absolventen, denn wer eine richtig gute Idee hat, hat keine Zeit um fertig zu studieren, sondern gründet lieber gleich seine eigene Firma.

Die Uni selbst macht einen braven und perfektionistischen Eindruck, anders als z.B. Berkeley auf der anderen Seite der San Francisco Bay. Und so passt das Zitat von oben ganz gut hierher: Hier will man nicht unbedingt die Welt verbessern, aber man ist offen für die Herausforderungen, die die Welt bietet. Und so haben Stanford und das Silicon Valley vielleicht nicht direkt die Welt verbessert, aber doch die Art und Weise geprägt, wie die Welt arbeitet und kommuniziert.

Auf dem Campus von Stanford

Anstatt Anschlagtafeln gibt es große Bildschirme. Infos werden per SMS geschickt und angezeigt.

Mein nächstes Reiseziel, Redmond in der Nähe von Seattle, passt gut zum Thema - es ist der Hauptsitz von Microsoft. Hier war ich, um Leda und Ruppert zu besuchen. Durch die IT-Firmen um Microsoft und Amazon entstand in der Region eine große indische Community, und am Wochenende schauten wir beim indischen Festival vorbei. Für mich war das schon eine erste Einstimmung auf meine Indienreise im September.

Leda, Claudia und Ruppert
Gebannte Zuschauer beim indischen Festival - und Claudia ganz vorne mit dabei.


Anschließend fuhr ich mit dem Schiff nach Victoria, der Hauptstadt der kanadischen Provinz British Columbia, und dann weiter nach Vancouver. Beides sind schöne, lebenswerte Städte, und besonders in Vancouver kann man man tagelang zwischen Parks, Stränden und Sushilokalen umherstreifen.

Auf der Fahrt nach Victoria: Blick zurück auf Seattle
Victoria
Die Skyline von Vancouver
Ganz Vancouver ist unterwegs zum Stand, ausgerüstet mit Rollerblades, Skateboard und Klappsessel.

Ein Strand beim Stanley Park


Zum Schluss: Herzlichen Dank an Leda, Claudia und Ruppert für die schöne Zeit bei euch. Und in einer Region, in der es normalerweise sehr viel regnet, bin ich auch für das sonnige Wetter dankbar. Hier musste man noch nicht unter der Hitze stöhnen, sondern konnte sich einfach über eine Woche angenehmes Sommerwetter freuen.