Montag, 18. Februar 2013

Patagonien


These are the days that I've been missing
Give me the taste, give me the joy of summer wine
These are the days that bring new meaning
I feel the stillness of the sun and I feel fine
http://www.youtube.com/watch?v=Up2HTq08fhA


In den letzten Jahren nahm ich mir nur recht selten Zeit für einen gemütlichen Abend mit einer Flasche Wein. Nun, in meiner Auszeit, kann ich das nachholen - und besonders gut geht es hier in Patagonien. Die Sommerabende sind lang, man glaubt fast, die Sonne steht am Himmel still, und es wird erst nach zehn Uhr dunkel. Sandra und Andrea konnten sich auch Zeit für Patagonien nehmen, und so probieren wir gemeinsam die ausgezeichneten argentinischen und chilenischen Weine.

Natürlich sind wir nicht nur zum Weintrinken nach Patagonien gekommen, sondern in erster Linie zum Wandern. Auch hier bietet die Region Außergewöhnliches - von der Küstenwanderung in Feuerland über den Spaziergang zu einer Pinguin-Kolonie bis zur Tour auf dem Perito-Moreno-Gletscher.

Sandra, Andrea und ich vor dem Perito-Moreno-Gletscher

Auf der Gletschertour
Im Nationalpark "Los Glaciares"

Cerro Torre (in der Bildmitte) und Cerro Fitz Roy (rechts)
Guanacos, Verwandte der Llamas

Seelöwen auf einer Insel vor der Küste Feuerlands

Magellan-Pinguine im chilenischen Teil Patagoniens

Eisberge im Torres-del-Paine-Nationalpark

Wellengang bei einem abendlichen Sturm im "Torres del Paine"
Los Cuernos im "Torres del Paine"


Zum Schluss: Herzlichen Dank an Andrea und Sandra, dass ihr mit nach Patagonien gekommen seid, und an Sandra auch besonders fürs Planen und Organisieren dieser Reise. Ein paar gemeinsame Tage haben wir noch, und außerdem: Nur wenige Monate nach dem patagonischen Sommer beginnt für uns schon der österreichische Sommer. Die eine oder andere Wanderung wird sich dann sicher wieder ausgehen - und hoffentlich auch die eine oder andere Flasche "summer wine".


Freitag, 1. Februar 2013

Bogotá und Umgebung


Man it's a hot one
like seven inches from the midday sun
Carlos Santana & Rob Thomas, "Smooth"
http://www.youtube.com/watch?v=f-y2LUh-9AA


Kolumbien ist ein heißes Land. Es liegt so nah am Aequator, dass die Sonne zu Mittag fast senkrecht am Himmel steht. Selbst wenn man auf der Schattenseite der Straße unterwegs ist, sind es nur ein paar Zentimeter bis in die gleißende Mittagssonne.

Leider ist Kolumbien auch in einem anderen Sinne "heiß": In mehreren Gegenden sind Guerillas, Paramilitärs und Drogenkartelle aktiv. Diese sogenannten "zonas calientes" (heiße Zonen) sind für Touristen natürlich tabu. Große Teile Kolumbiens sind aber sicherer als noch vor ein paar Jahren und mit anderen lateinamerikanischen Ländern vergleichbar. Dies gilt auch für die Hauptstadt Bogotá.

Bogotá ist wie die Musik von Carlos Santana: "Latino" mit nordamerikanischem Einschlag. Neben chaotischem Verkehr gibt es Einkaufsstraßen und Ausgehviertel wie in Nordamerika oder Europa, und neben lateinamerikanischer Unbekümmertheit sehen viele eine US-amerikanische Lebensweise als Vorbild. In Bogota konnte ich bei Olga wohnen. Dank ihres Wissens und ihrer Tipps verlief mein Aufenthalt wie am Schnürchen, "glatt" und ohne Probleme. Oder auf Nordamerikanisch: "Smooth", so wie es auch der Titel des oben zitierten Songs verrät.


Blick auf die 8-Millionen-Stadt Bogotá

Typisch für Bogotá: Kolonnen von gelben Taxis und roten Bussen

Im Zentrum, beim Palacio de San Francisco

Plaza Bolivar mit Kathedrale

Bogotá liegt auf 2600 Metern und ist deshalb kühler als der Großteil des Landes, die Nächte sind sogar erstaunlich frisch. Die gemäßigten Temperaturen auf dieser Höhe laden zum Wandern ein, und wie schon letztes Jahr in Washington, so organiserte Olga auch hier eine Wanderung nur wenige Kilometer von der Stadgrenze entfernt.

Auf der Wanderung im Regenwald bei Bogotá
Spanische Kolonialarchitektur in Villa de Leyva nördlich von Bogotá
Der Hauptplatz von Villa de Leyva im Abendlicht

Zum Schluss: Herzlichen Dank an Olga für die Gastfreundschaft und die schöne Zeit in Bogotá. Hoffentlich sehen wir uns irgendwann in den nächsten Jahren wieder - irgendwo auf einem der sieben Kontinente.