Vom Zippie-Train zum Hippie-Trail
Life is like a box of chocolates.
You never know what you're going to get.
Forrest Gump
Die indische Zeitschrift
Outlook pr
ägte vor einigen Jahren die Bezeichnung "Zippies" f
ür jene Generation junger Inderinnen und Inder, die durch ihre gute technische Ausbildung und die Möglichkeiten des Internet vielf
ältige Zukunftschancen haben (das englische Wort "zip" bedeutet Elan). Wenn man mit dem Zug durch die Gangesebene f
ährt (nicht in der billigsten Klasse), ist man von solchen Zippies umgeben - es werden PR-Strategien am Handy ausgetauscht und Businesspl
äne am Laptop bearbeitet. Anschliessend, am Bahnsteig, merkt man aber, dass die Zippies nur einen kleinen Teil der indischen Gesellschaft repr
äsentieren.
In der östlichen Gangesebene stieg ich dann vom "Zippie-Train" auf den "Hippie-Trail" um. Dieser f
ührte in den 1970er-Jahren von Amsterdam
über Jugoslawien, die T
ürkei, Persien, Afghanistan und Pakistan nach Indien. Auf meiner ersten Indienreise traf ich eine Ex-Hippie, inzwischen eine noble Engl
änderin um die 60, die mir erz
ählte, wie sie Anfang der 70er-Jahre die gesamte Strecke in einem VW-Bus zur
ückgelegt hatte. Eine Abzweigung dieses Hippie-Trail f
ührte von Indien nach Nepal, und auf dieser Strecke fuhr ich, zwar nicht in einem VW-Bus, aber in einem öffentlichen Bus, nach Pokhara. In dieser Stadt, an einem See in den Vorbergen des Annapurna-Massivs gelegen, kann man es nach einer langen Fahrt sehr gut einige Tage, Wochen oder vielleicht sogar Monate oder Jahre aushalten.
F
ür meine Fahrt durch Indien und nach Nepal hatte ich mir eine grobe Route zurechtgelegt. Da die Verkehrsmittel in Indien aber öfter ausgebucht,
überf
üllt, versp
ätet, verfr
üht, defekt oder insolvent sind, musste ich die Route einige Male kurzfristig
ändern. Aber gerade dadurch lernte ich interessante Orte kennen, die ich sonst verpasst h
ätte. So bin ich auf das Zitat von oben gekommen: Ich sah viele Schokoladenseiten Indiens und Nepals, allerdings andere als urspr
ünglich geplant.
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| Der Bahnhof von Lucknow. Auf den Bahnsteigen geht es weniger pompös, sondern eher chaotisch zu. |
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| Auf den Strassen sind die grün-gelben Autorikshas das häufigste Verkehrsmittel. In den grossen Städten fahren alle mit Flüssiggas. |
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| Lastenkamele, im Hintergrund die Burg von Agra |
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| Wohin strömen die Inderinnen und Inder in ihren schönsten Gewändern, ausgerüstet mit grossen Wasserflaschen? |
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| Zur Besichtigung des Taj Mahal. |
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| Das Monument Itimad-ud-Daulah, besser bekannt unter dem Namen "Baby Taj". |
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| Die Burg von Fatehpur Sikri in der Nähe von Agra |
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| Kurz hinter der Grenze zwischen Indien und Nepal liegt Lumbini, der Geburtsort Buddhas. |
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| Pokhara, im Hintergrund das Annapurna-Massiv. |