Von Sapporo bis Tokyo
You have to prepare yourself to do something,not to be something.
Jim Yong Kim
Auf dem Flug von Peking nach Sapporo schaute ich im Bordprogramm (zusätzlich zu Ice Age 4) ein Interview mit dem gebürtigen Koreaner Jim Yong Kim an. In den darauffolgenden Tagen fiel mir das Zitat von oben wieder ein, denn es passt auch gut zur Kultur und zum Alltag in Japan:
Das "to be something" wird meist der Konformität und Harmonie untergeordnet, aber das "to do something" ist laufend sichtbar. Sei es der Eifer, mit dem eine Bahnangestellte den Fahrkartenautomat erklärt, seien es die technischen Innovationen, deren Resultate man in den Kaufhäusern und im Zukunftsmuseum sieht. Oder sei es der Friseur, der einen gewöhnlichen Haarschnitt mit dutzenden präzisen Handgriffen zelebriert, vom Rasiermesserschwingen bis zur Nackenmassage.
Vielleicht haben es die Eigenschaften des sich Unterordnens und des Anpackens auch ermöglicht, dass Japan mit der Tsunamikatastrophe vom März 2011 so gefasst umgehen konnte. Solange man nicht durch die damals direkt betroffenen Gebiete fährt, deutet nichts mehr auf die Katastrophe hin, und das Land lässt sich problemlos bereisen. In Japan bin ich mit meinem Bruder Gebhard unterwegs. Dass er das Land schon kennt und die Reise gründlich vorbereitet hat, macht es für mich besonders angenehm.
| Blick auf das herbstliche Sapporo |
| Der Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen, unser Verkehrsmittel für die längeren Strecken |
| Gebhard und ich in einem Ryokan, einer traditionellen japanischen Herberge |
| Die Burg von Matsumoto in der Nähe von Nagano |
| Der Sensoji-Tempel in Tokyo |
| In Tokyo sind die Zebrastreifen oft breiter als bei uns. Dieser hier erstreckt sich sogar so weit wie das Auge reicht. |
| Blick vom Tokyo Tower Richtung Hafen ... |
| ... und Richtung Fuji |
| In den Vorbergen des Fuji |
| Vom Tokyoter Rathaus gesehen, geht die Sonne gerade hinter dem Fuji unter. |
Zum Schluss: Vielen Dank an Gebhard für die perfekte Vorbereitung der Reise und für die Kommunikation im Reisealltag - je nach Bedarf auf Englisch, auf Japanisch oder per Touchscreen mit einem Automaten. Ich bin schon gespannt auf den zweiten Teil unserer Reise - dieser führt uns von Kyoto bis ganz in den Süden nach Okinawa.
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